Gesundes Hundefutter: Welche Organe wirklich rein sollten und welche nicht
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Gesundes Hundefutter: Welche Organe wirklich rein sollten und welche nicht

Was die richtige Ernährung wirklich bewirken kann, haben wir auch bei unserer Bullterrier-Hündin Fenja erlebt. Kurz zum Verständnis: Alles begann mit unserem Kater Merlin, der jahrelang eine laufende Nase hatte. Mehrere Tierärzte und auch wir dachten lange, es wäre chronischer Katzenschnupfen, bis wir die Diagnose bekamen: Futtermittelallergie. Das hat alles verändert. Ich habe recherchiert und wollte alles bis ins kleinste Detail wissen. Wir haben daraufhin nicht nur Merlins Futter umgestellt, sondern das aller unserer Tiere, auch Fenjas.

Fenja hatte jahrelang Hautprobleme. Die Diagnose lautete immer: Grasmilben. Cortison, spezielle Hundeshampoos, alles wurde versucht und alles half auch eine Zeit lang. Aber es kam immer wieder. Nach der Futterumstellung verschwanden die Symptome nach einiger Zeit einfach. Spurlos. Ich muss sagen, Fenja wirkte im Gesamten irgendwie fitter. Die Körperhaltung veränderte sich, das Fell wurde glänzender, das Hautbild insgesamt deutlich gesünder. Und genau das hat mich gelehrt: Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Auch beim Hund entscheidet nicht die Menge der tierischen Bestandteile, sondern welche Organe und Fleischteile wirklich enthalten sind. Was ich dabei gelernt habe, teile ich hier mit dir.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch: ein wirklich wichtiger Unterschied

Viele Hundenassfutter werben mit „viel Fleisch“ und „artgerechter Ernährung“. Aber was tatsächlich drinsteckt, ist eine ganz andere Frage. Im Wesentlichen gibt es zwei Kategorien tierischer Bestandteile, die sich in Nährwert und Funktion enorm unterscheiden: Muskelfleisch und Innereien. Beide gehören ins beste Hundefutter, aber aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Nur kurz erwähnt: ein wichtiger Unterschied zur Katze: Hunde sind keine obligaten Fleischfresser wie Katzen, sondern sogenannte fakultative Karnivoren. Das bedeutet, ihr Körper kann pflanzliche Bestandteile in Maßen verwerten. Trotzdem bleibt hochwertiges Fleisch die wichtigste Grundlage eines gesunden Hundefutters.

Muskelfleisch: Die Basis die niemals fehlen darf

Muskelfleisch ist auch beim Hund die wichtigste Grundlage der Ernährung. Es liefert hochwertige Aminosäuren, ist gut verdaulich und versorgt den Körper mit der Energie, die er für alle grundlegenden Funktionen braucht. Ohne ausreichend Muskelfleisch hat ein Hundefutter ein strukturelles Problem, das auch durch noch so viele Innereien nicht ausgeglichen werden kann.

Deswegen gilt: Muskelfleisch muss an erster Stelle der Zutatenliste stehen und klar deklariert sein. Also es muss die konkrete Bezeichnung „Muskelfleisch“ enthalten. Alles andere ist einfach zu schwammig. Ein Hersteller, der Muskelfleisch verwendet, wird es immer konkret angeben. Es ist eine der teureren Zutaten, daher wird sie definitiv angegeben, wenn sie zugefügt wird.

Innereien: Wertvoll, aber nicht alle gleich

Innereien liefern Vitamine, Spurenelemente und spezielle Nährstoffe, die in reinem Muskelfleisch nicht vorkommen. Welche Innerei in welcher Menge vorliegt, macht den entscheidenden Unterschied. Und genau da trennt sich gesundes Hundefutter vom durchschnittlichen Massenprodukt

Gesundes Hundefutter: Welche Organe wirklich rein sollten und welche nicht
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Diese Fleischbestandteile sind im Hundenassfutter besonders wertvoll

Nicht jedes Organ, das im Hundefutter landet, bringt automatisch einen Mehrwert. Entscheidend ist zu wissen, welches Organ welchen Zweck erfüllt und in welcher Menge es sinnvoll ist.

Herz: Das wichtigste Organ im Napf und warum das so ist

Das Herz ist auch beim Hund eine der wertvollsten Zutaten für gesundes Hundefutter. Es liefert hochwertiges Eiweiß sowie wichtige Nährstoffe wie Coenzym Q10, B-Vitamine, Eisen und Taurin. Diese Kombination macht Herz zu einer besonders nährstoffreichen Zutat und zu einer sinnvollen Ergänzung einer gesunden Ernährung.

Taurin nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Der Hundekörper kann Taurin theoretisch selbst herstellen, aus den Aminosäuren Methionin und Cystein. Aktuelle Forschung zeigt jedoch, dass diese körpereigene Taurinbildung bei bestimmten Hunderassen nicht immer ausreicht. Herzfleisch, egal ob vom Huhn, Rind oder Lamm, ist die beste natürliche Taurinquelle und enthält gleichzeitig die wichtigen Vorstufen. Besonders wichtig zu wissen: Rassen wie Golden Retriever, American Cocker Spaniel, Neufundländer und Dobermann haben genetisch bedingt eine geringere Taurin-Syntheseleistung. Bei diesen Rassen ist eine ausreichende Taurinversorgung über das Futter besonders wichtig, da ein Mangel zu einer ernsthaften Herzerkrankung führen kann. Wenn du Herzfleisch in der Zutatenliste an zweiter Stelle findest, ist das also ein sehr gutes Zeichen, für jeden Hund.

Leber: Nährstoffbombe mit einem Haken den du kennen solltest

Leber gehört zu den nährstoffdichtesten Zutaten, die es gibt. Reich an Vitamin A, Eisen, Kupfer und verschiedenen B-Vitaminen unterstützt sie das Immunsystem, die Blutbildung und viele zelluläre Prozesse. Klingt perfekt, oder? Fast.

Der Haken: Die Leber ist ein Entgiftungsorgan. Sie filtert Schadstoffe und kann diese anreichern. Außerdem ist sie so nährstoffreich, dass sie sinnvoll dosiert werden muss. Ein zu hoher Leberanteil kann zu einer Überversorgung mit Vitamin A führen, was langfristig toxisch wirken kann.

Beim Hund gibt es noch einen zusätzlichen Aspekt: Leber ist kupferreich. Bestimmte Rassen wie Labrador Retriever, Bedlington Terrier und Dobermann (laut Studien hauptsächlich Weibchen) neigen zur sogenannten Kupferspeichererkrankung, bei der sich Kupfer in der Leber anreichert und zu ernsthaften Leberschäden führen kann. Aber keine Angst: Natürliche Vitamine und Mineralstoffe kommen in einem Verbund aus mehreren Nährstoffen und werden dadurch ganz anders im Körper verstoffwechselt. Daher gilt: Im natürlichen Verbund und in dem richtigen Verhältnis eingesetzt, also als Ergänzung und nicht als Hauptzutat, ist Leber ein echter Qualitätsindikator. Im Gegensatz zum Herz, das an zweiter Stelle sogar ideal ist, sollte die Leber eher weiter hinten in der Zutatenliste auftauchen.

 Das hier ist für mich auch das perfekte Beispiel, warum ich persönlich lieber auf die Natur setze als auf zugesetzte synthetische Vitamine und Mineralstoffe. 

Magen: Die unterschätzte Zutat die kaum jemand auf dem Schirm hat

Der Magen wird im Zusammenhang mit Hundefutter oft unterschätzt oder gar belächelt. Dabei ist er eine wirklich wertvolle Zutat. Er enthält natürliche Verdauungsenzyme und ist reich an Bindegewebe, das die Darmfunktion unterstützen kann. Besonders für Hunde mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt kann er eine ausgleichende Wirkung haben.

Im Hundefutter taucht der Magen in verschiedenen Formen auf: als Pansen (Rindermagen), Hühnermagen oder Mägen anderer Tiere. Alle sind grundsätzlich gleichwertig und eine legitime, sinnvolle Zutat. 

Hals: Natürliche Struktur mit Mehrwert

Bestandteile, wie Hals liefern in verarbeiteter Form wertvolles Kollagen, Bindegewebe und hochwertige Proteine. Kollagen kann die Gelenk- und Hautgesundheit unterstützen und die natürliche Struktur des Gewebes bringt Nährstoffe mit, die in reinem Muskelfleisch nicht vorkommen. Ein gutes Beispiel dafür, dass im Hundefutter manches auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt aber in der Praxis absolut sinnvoll ist.

Lunge: Wenn dann nur als geringer Anteil

Lunge ist grundsätzlich kein schlechtes Zeichen. Sie ist leicht verdaulich und fettarm. Großartig punkten kann sie nährstoffmäßig aber nicht. Als geringer Füllbestandteil neben Herz und Leber ist sie okay, als Hauptbestandteil wäre mir persönlich zu wenig dahinter.

Beste Hundefutter: Diese Organe gehören in gesundes Hundefutter
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Diese Organe würde ich im Hundenassfutter lieber nicht sehen

Nicht jedes Organ das im Hundenassfutter landet, ist super gesund. Manche landen dort schlicht, weil sie günstig zu beschaffen sind und das allein ist kein guter Grund.

Niere: Was du als Hundebesitzer wissen solltest

Die Niere ist ein Filterorgan, das Stoffwechselendprodukte aus dem Blut entfernt und ausscheidet. Zwar enthält sie B-Vitamine, Selen und Eisen, aber keinen nennenswerten Mehrwert gegenüber wertvolleren Organen wie Herz oder Leber. Ich persönlich würde sie komplett meiden und bei nierenkranken Hunden erst recht. Sie enthält relativ viel Phosphor, was für bereits belastete Nieren zusätzlich problematisch sein kann.

Euter: Der Grund warum ich hier immer zweimal hinschaue

Euter findet man immer wieder mal in günstigem aber auch in teureren Hundefutter und das finde ich aus mehreren Gründen nicht gut. Euter ist sehr fettreich, liefert aber keine nützlichen Fettsäuren oder relevante Mikronährstoffe. Dazu kommt, dass Euter hormonelle Rückstände aus dem natürlichen Körperhaushalt des Tieres enthalten kann, die langfristig auf den Stoffwechsel des Hundes wirken könnten. Einen echten ernährungsphysiologischen Mehrwert sehe ich hier nicht. Wenn du Euter in der Zutatenliste siehst, ist das für mich meistens ein klares Zeichen dafür, dass Kosten wichtiger waren als Qualität.

Milz: Warum ich sie meide

Die Milz enthält zwar Eisen, aber in einer Form die der Hundekörper nur schlecht verwerten kann. Dazu kann sie bei empfindlichen Tieren Verdauungsprobleme wie weichen Kot oder Durchfall verursachen. Für mich persönlich gibt es keinen wirklichen Grund, warum Milz in einem guten Hundefutter sein müsste. Sie taucht, meiner Meinung nach, in Rezepturen vor allem deshalb auf, weil sie günstig verfügbar ist und nicht, weil sie dem Hund nützt.

Beste Hundefutter: Diese Organe gehören nicht in gesundes Hundefutter
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Tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter: Das solltest du darüber unbedingt wissen

„Tierische Nebenerzeugnisse“ ist einer der meistgenutzten und gleichzeitig unklarsten Begriffe auf Hundefutteretiketten. Per Definition umfasst er alle tierischen Bestandteile außer reinem Muskelfleisch. Dazu gehören Organe, Knorpel, Bindegewebe und Fett. Je nach Zusammensetzung können stark verarbeitete Rohstoffbestandteile enthalten sein, deren Ausgangsmaterial unter anderem Federn, Klauen, Hörner, Hufe, Borsten, und Häute umfassen kann und diese haben kaum Nährwert. Laut EU-Recht dürfen im kommerziellen Heimtierfutter nur sogenannte Kategorie-3-Nebenprodukte verwendet werden, also Bestandteile von Tieren die für die menschliche Ernährung geschlachtet wurden. Das klingt erstmal beruhigend, sagt aber noch nichts über die tatsächliche Qualität aus. Denn auch wenn das Tier für Menschen geschlachtet wurde, bedeutet das nicht, dass die verwendeten Fleischteile oder Organe auch Lebensmittelqualität haben. Teile, die bestimmte Qualitätsanforderungen nicht erfüllen werden nicht als Lebensmittel deklariert und landen stattdessen im Tierfutter. Deshalb ist Lebensmittelqualität für mich ein klares Kriterium beim Kauf.

Das eigentliche Problem ist die fehlende Transparenz. Wenn auf einem Hundenassfutter „tierische Nebenerzeugnisse“ steht, weißt du als Käufer nicht was genau drin ist. Der Hersteller ist nicht verpflichtet die einzelnen Bestandteile aufzuschlüsseln. Ein Produkt kann hochwertige Organe enthalten oder eben nicht.

Der sicherste Weg gute von schlechter Qualität zu unterscheiden ist die Deklaration. Hersteller von gutem Hundefutter nennen die enthaltenen Organe konkret: „Hühnerherz“, „Rinderleber“, „Pansen“. Das sind Angaben die zeigen, dass der Hersteller weiß, was er einsetzt und dazu steht. Minderwertige Produkte verstecken sich hinter vagen Formulierungen. Je konkreter und detaillierter die Deklaration, desto besser.

Checkliste: So erkennst du gesundes Hundefutter
Checkliste: So erkennst du gesundes Hundefutter
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Checkliste: So erkennst du gutes gesundes Hundefutter

  • Hoher Fleischanteil (ideal: mindestens 65%, Rest Brühe und wertvolle Kohlenhydrate / Gemüse) 99% Fleisch Mytos [hier verlinken])
  • Fleisch in Lebensmittelqualität
  • Klare Deklaration der Zutaten (keine vagen Sammelbegriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“)
  • Einzelne Fleischbestandteile und Organe sind konkret benannt (z.B. Herz, Leber, Pansen)
  • Muskelfleisch steht an erster Stelle der Zutatenliste
  • Sinnvolle Organe enthalten (Herz, Leber, ggf. Pansen und Magen, Lunge)
  • Keine unnötigen Organe wie Euter, Niere oder Milz
  • Pflanzliche Bestandteile wie Kartoffeln oder Gemüse in Maßen akzeptabel – kein Getreide, keine Hülsenfrüchte als Hauptbestandteil
  • Nährstoffbasis aus Fleisch und Innereien statt synthetischen Zusatzstoffen
  • Kein zugesetzter Zucker
  • Keine künstlichen Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe
  • Verständliche, offene Kommunikation statt Marketingfloskeln

Fazit

Merlin und Fenjas Geschichte hat mich gelehrt, dass man manchmal erst dann genauer hinschaut, wenn man muss. Seit der Futterumstellung ist sie ein anderer Hund, fitter, präsenter, mit besserem Fell und ruhigerer Haut. Was mich dabei am meisten überrascht hat: Nicht die Menge des Fleisches im Hundenassfutter entscheidet, sondern welche Bestandteile wirklich drin sind. Bestimmte Organe in der richtigen Menge machen gutes Hundefutter aus. Nur so kann man von einer ausgewogenen gesunden Ernährung sprechen. Und manche Organe haben, meiner Meinung nach, nichts in Nassfutter für Hunde zu suchen. Und „tierische Nebenerzeugnisse“? Für mich ein klares Warnsignal. Was genau dahintersteckt und worauf du beim nächsten Kauf wirklich achten solltest, kannst du hier immer wieder nachlesen. Da ich weiß, dass das vor allem am Anfang überfordernd sein kann, biete ich gern meine Unterstützung an. Ich analysiere dir gern kostenlos dein aktuelles Futter.

Häufige Fragen:

Welche Organe gehören in gesundes Hundenassfutter?

Herz, Leber, Magen/Pansen und in Maßen auch Lunge sind wertvolle Organe im Hundenassfutter. Besonders das Herz ist durch seinen natürlichen Tauringehalt eine sehr wertvolle Zutat. Entscheidend ist immer die richtige Kombination und Menge.

Welche Organe sollte gutes Hundenassfutter nicht enthalten?

Niere, Euter und Milz bieten kaum ernährungsphysiologischen Mehrwert und tauchen in Rezepturen meist deshalb auf, weil sie günstig verfügbar sind. Ich persönlich meide Hundefutter in dem diese Organe enthalten sind.

Was bedeutet „tierische Nebenerzeugnisse“ auf dem Etikett?

Dieser Begriff ist bewusst vage gehalten und kann alles Mögliche enthalten, von hochwertigen Innereien bis zu minderwertigen Reststoffen. Dazu kommt, dass auch wenn das Tier für Menschen geschlachtet wurde, die verwendeten Teile nicht zwingend Lebensmittelqualität haben müssen. Ein transparenter Hersteller nennt die Organe konkret beim Namen. Steht nur „tierische Nebenerzeugnisse“ drauf, ist das für mich ein Warnsignal.

Warum ist Herzfleisch im Hundefutter so wichtig?

Herz ist die beste natürliche Taurinquelle im Hundefutter. Obwohl Hunde Taurin theoretisch selbst herstellen können, zeigt aktuelle Forschung, dass die körpereigene Synthese allein oft nicht ausreicht. Besonders bei bestimmten Rassen wie Golden Retriever, Cocker Spaniel oder Dobermann ist eine ausreichende Taurinversorgung über das Futter besonders wichtig.

Woran erkenne ich das beste Hundefutter auf einen Blick?

Muskelfleisch steht an erster Stelle der Zutatenliste, die Organe sind konkret benannt, kein „tierische Nebenerzeugnisse“, Fleisch in Lebensmittelqualität, kein Getreide oder Hülsenfrüchte und ein Hersteller der offen und transparent kommuniziert. Die vollständige Checkliste findest du weiter oben im Artikel.

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