Trockenfutter für Katzen. Für viele völlig normal und aus dem Alltag kaum wegzudenken. Zugegeben, es hat auch einige Vorteile. Die betreffen allerdings nur uns Menschen.
33 Gründe gegen Trockenfutter? Ja, und das sind nur die Wichtigsten.
- Katzen sind reine Fleischfresser.
Ihr Körper ist auf tierische Proteine und Fette ausgelegt. Große Mengen an Getreide, Kartoffeln, Erbsen und anderen Kohlenhydratquellen gehören nicht zu ihrer natürlichen Ernährung. - Trockenfutter liefert deiner Katze viel zu wenig Flüssigkeit.
Es enthält gerade einmal ungefähr 6 bis 12 Prozent Wasser. - Katzen haben von Natur aus ein schwaches Durstgefühl.
Sie nehmen den größten Teil ihrer Flüssigkeit normalerweise über ihre Beute auf. Das fehlende Wasser im Trockenfutter gleichen sie durch Trinken häufig nicht vollständig aus. - Der geringe Wassergehalt im Trockenfutter belastet die Nieren.
Den Nieren fehlt die Flüssigkeit, die normalerweise bereits über die Nahrung aufgenommen wird. Dass das negative Konsequenzen für die Nieren hat, sollte klar sein. - Trockenfutter begünstigt Harn- und Blasensteine.
Nimmt deine Katze zu wenig Flüssigkeit auf, wird ihr Urin stärker konzentriert. Dadurch können sich enthaltene Mineralstoffe leichter zu Kristallen und Steinen verbinden. Besonders bei Katern kann daraus ein lebensgefährlicher Harnröhrenverschluss entstehen. - Mit Trockenfutter ist Übergewicht schnell angefüttert.
Durch die hohe Energiedichte stecken viele Kalorien in einer kleinen Portion. Übergewicht kann außerdem die Insulinsensitivität verschlechtern und damit Diabetes begünstigen. - Trockenfutter kann Allergien und Unverträglichkeiten begünstigen.
Getreide, pflanzliche Proteine, Futtermilben und schwer erkennbare tierische Bestandteile gehören zu den bekannten Auslösern. - Trockenfutter beeinflusst die Hautbarriere und Hautgesundheit.
Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen der Fütterung und allergischen Hautproblemen bei Hunden. Ich gehe davon aus, dass es bei Katzen nicht anders ist. Bei Katzen wurde dieser Zusammenhang bisher nicht untersucht. - Trockenfutter verändert die Darmflora.
Die Zusammensetzung des Futters beeinflusst auch das Darmmikrobiom der Katze. - Die Verdauung von Trockenfutter kostet den Körper zusätzliche Arbeit.
Das Futter muss erst mit Flüssigkeit aufgeweicht und anschließend verdaut werden. Gerade bei alten oder gesundheitlich angeschlagenen Katzen ist das alles andere als ideal. - „Cat Crack“ im Trockenfutter.
Fett, Aromen und Lockstoffe sorgen dafür, dass viele Katzen das Trockenfutter regelrecht verschlingen. Lies gerne hier mehr darüber, wer den Namen „Crack“ ins Spiel gebracht hat. - Trockenfutter kann Durchfall verdecken oder Verstopfung begünstigen.
Durch den geringen Wassergehalt kann der Kot fester werden. Die Ursache des Durchfalls ist damit aber nicht plötzlich verschwunden. Gleichzeitig kann die fehlende Flüssigkeit zu hartem Kot und Verstopfung führen. - In Trockenfutter können Schimmelpilzgifte stecken.
Mykotoxine können bereits über belastetes Getreide und andere pflanzliche Rohstoffe ins Futter gelangen. Die Hitze bei der Herstellung zerstört diese Gifte nicht zuverlässig. - Auch Futtermilben können im Trockenfutter landen.
Sie können bereits mit den Rohstoffen eingeschleppt werden oder später bei der Lagerung in den geöffneten Sack gelangen. Ihr Kot kann bei empfindlichen Katzen starken Juckreiz und entzündete Haut auslösen. - Trockenfutter reinigt die Zähne nicht.
Die Stückchen zerbrechen meistens beim ersten Zubeißen. Für eine echte mechanische Reinigung entsteht dabei viel zu wenig Reibung an den Zähnen. Mehr über das Märchen, dass Trockenfutter die Zähne reinigt und was hinter Dental-Trockenfutter steckt, kannst du hier nachlesen: Trockenfutter: Das gefährliche Märchen um die Zahngesundheit bei Hund und Katze - Trockenfutter bleibt trotz Spezialaufdruck Trockenfutter.
Bezeichnungen wie „klinisch getestet“ oder „von Tierärzten entwickelt“ ändern nichts an der geringen Feuchtigkeit und den stark verarbeiteten Zutaten. - Synthetische Vitamine und Mineralstoffe im Trockenfutter.
Bei der Verarbeitung gehen natürlich enthaltene Vitamine und Mineralstoffe größtenteils verloren. Danach werden isolierte synthetische Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, damit die vorgeschriebenen Nährstoffwerte wieder erreicht werden. Synthetische Vitamine und Mineralstoffe im Tierfutter: Warum sie für mich nicht in hochwertiges Futter gehören - Auch Menadion kann als Vitaminzusatz enthalten sein.
Das synthetische Vitamin K3 wird eingesetzt, obwohl es wegen möglicher gesundheitlicher Risiken seit Jahren in der Kritik steht. - E-Nummern, also Chemie im Trockenfutter.
Dazu gehört beispielsweise BHA, das Fette vor dem Ranzigwerden schützen soll. - Der beworbene Fleischanteil kann ziemlich täuschen.
Steht auf dem Sack „mit Huhn“, können dafür bereits vier Prozent vom Huhn ausreichen. - Tierische Nebenerzeugnisse im Trockenfutter.
Unter diesem Begriff können ganz unterschiedliche Teile wie Häute, Sehnen, Blut, Federn oder Knochen zusammengefasst werden. Was tatsächlich verarbeitet wurde, bleibt häufig offen. - Eine geschlossene Deklaration.
Sammelbegriffe verraten weder die genaue Tierart noch die verwendeten Teile oder deren Mengen. - Verunreinigte Rohstoffe können im fertigen Trockenfutter landen.
Beim Melamin-Skandal gelangte der giftige Stoff über verunreinigtes Reisprotein ins Katzenfutter. - Getreide im Trockenfutter.
Weizen und andere Getreidearten liefern billige Kohlenhydrate und pflanzliches Eiweiß. Billiger Fleischersatz. - Getreidefreies Trockenfutter.
Der hohe Getreideanteil wurde oft nur mit Kartoffeln ausgetauscht. Nur weil kein Getreide enthalten ist, steckt deshalb nicht automatisch mehr Fleisch im Sack. - Soja im Trockenfutter.
Eine günstige Proteinquelle. Es erhöht den angegebenen Proteingehalt, ohne dass dafür mehr tierisches Eiweiß verarbeitet werden muss. - Mais im Trockenfutter.
Es ist ein billiger Kohlenhydrat- und Eiweißlieferant. Durch seinen niedrigen Tryptophangehalt kann Mais außerdem den Serotoninhaushalt und damit das Verhalten beeinflussen. - Rübentrockenschnitzel im Trockenfutter.
Sie werden dem Trockenfutter vor allem als günstige Ballaststoffquelle zugesetzt und sind ein Nebenprodukt beziehungsweise Abfallprodukt der Zuckerherstellung. - Lignozellulose (Holz) im Trockenfutter.
Sie füllt den Magen und kommt größtenteils wieder hinten heraus. Sie ist eine unverdauliche Pflanzenfaser. Einen nennenswerten Nährwert liefert sie deiner Katze nicht. - Zucker im Trockenfutter.
Melasse ist ein dunkler Zuckersirup und kann sowohl als günstiger Energielieferant als auch zur Haltbarkeit des Futters eingesetzt werden. - Zu viel Salz im Trockenfutter.
Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann den Blutdruck beeinflussen und ist besonders für Katzen mit Herz- oder Nierenerkrankungen problematisch. - Knochenmehl im Trockenfutter.
Enthält ein Futter viel davon, steigt auch der Anteil an Kalzium, Phosphor und Rohasche. Überschüssige Mineralstoffe belasten die Nieren bei der Ausscheidung. - Eine extrem lange Haltbarkeit.
Dafür wird es stark getrocknet, konserviert und meistens chemisch vor dem Verderben geschützt.
Fazit:
Trockenfutter ist praktisch. Keine Frage. Doch eine gesunde und artgerechte Ernährung ist ganz weit entfernt. Da finde ich schlechtes Nassfutter immer noch besser als Trockenfutter. Und das will was heißen.
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Ist Trockenfutter ungesund für Hunde und Katzen? Fakten statt Werbeversprechen
Häufige Fragen:
Du musst das Trockenfutter nicht von heute auf morgen komplett weglassen. Gerade wenn deine Katze bisher nur Trockenfutter bekommen hat, kannst du das Nassfutter nach und nach untermischen und den Anteil langsam erhöhen. So kann sich die Verdauung an das neue Futter gewöhnen. Wie schnell das klappt, ist von Katze zu Katze unterschiedlich.
Wenn dir eine gesunde und artgerechte Ernährung deiner Katze wichtig ist: Nein. Nur weil Trockenfutter unterwegs, auf Reisen oder in anderen Situationen praktischer ist, wird es dadurch nicht zu einer gesunden Alternative.
Trockenfutter bringt gleich mehrere Nachteile mit sich. Es enthält kaum Flüssigkeit, ist stark verarbeitet und enthält häufig große Mengen an Kohlenhydraten sowie isolierte Vitamin- und Mineralstoffzusätze. Dazu kommen je nach Futter weitere Zutaten, die in einer gesunden und artgerechten Katzenernährung nichts zu suchen haben.
Nein. Normales Trockenfutter reinigt die Zähne nicht. Die Kroketten zerbrechen meist schon beim ersten Zubeißen, sodass kaum eine mechanische Reinigung der Zahnoberfläche stattfindet. Das Märchen, dass Trockenfutter grundsätzlich gut für die Zähne sei, hält sich trotzdem hartnäckig.
Trockenfutter hat eine hohe Energiedichte. Dadurch stecken viele Kalorien in vergleichsweise kleinen Portionen, was eine zu hohe Energieaufnahme und damit Übergewicht begünstigen kann. Übergewicht wiederum kann die Insulinsensitivität verschlechtern und damit auch das Diabetesrisiko beeinflussen.






