Bullterrier und orangefarbene Katze halten ein Stoffbanner mit der Aufschrift „Synthetische Vitamine und Mineralstoffe? Nein, danke!“

Synthetische Vitamine und Mineralstoffe in Hundefutter und Katzenfutter: Warum sie nicht in hochwertiges Futter gehören

Immer mehr Hunde- und Katzenbesitzer suchen nach Hundefutter und Katzenfutter ohne chemische Zusätze. Und das aus gutem Grund. Wir alle lieben unsere Tiere und wollen, dass sie ganz lange gesund und an unserer Seite bleiben.

Zu den chemischen Zusätzen zählen auch synthetische Vitamine und Mineralstoffe. Und genau die beachtet man nur selten. Meistens denkt man sogar, dass ein Futter dadurch besonders gesund ist. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen und nicht irgendwelchen Halbwahrheiten Glauben zu schenken.

Was sich hinter dem Wort „Zusatzstoffe“ alles versteckt

Zusatzstoff ist nicht gleich Zusatzstoff. Unter diesem Begriff wird einiges zusammengefasst, obwohl die verschiedenen Stoffe im Futter vollkommen unterschiedliche Aufgaben haben.

Technologische Zusatzstoffe: Die offensichtliche Chemie im Futter

Technologische Zusatzstoffe werden eingesetzt, damit sich ein Futter besser herstellen, verarbeiten oder lagern lässt. Dazu gehören beispielsweise Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Bindemittel, Emulgatoren, Farb- und Aromastoffe oder Lockstoffe.

Solche Zusätze erfüllen überwiegend einen Zweck bei der Herstellung, Haltbarkeit oder Vermarktung des Futters. Das diese Zusatzstoffe nicht unbedingt gesund sind, brauch ich wahrscheinlich nicht groß erklären.

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: Die übersehene Chemie im Futter

Unter den ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen finden wir dagegen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. Also Stoffe, die der Körper tatsächlich benötigt. Aber eben synthetisch / chemisch hergestellt. Genau um diese Zusatzstoffe geht es hier.

Zwei Zettel mit den durchgestrichenen Begriffen „Technologische Zusatzstoffe“ und „Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe“.
Im Tierfutter? Nein, danke!

Synthetisch oder natürlich gewonnen: Am Ende bleibt es ein chemisch isolierter Stoff

Eine Vitaminverbindung kann vollständig synthetisch hergestellt werden. Sie kann aber auch aus einer natürlichen Ausgangssubstanz stammen, anschließend chemisch herausgelöst, gereinigt und konzentriert werden. Vitamin D3 kann beispielsweise aus Wollfett gewonnen werden. Das klingt auf den ersten Blick schön natürlich. Im Futter landet trotzdem eine chemisch isolierte Vitaminverbindung und nicht reine Natur.

Für mich sind beide Nährstoffe synthetischer Natur und nicht das, was unsere Lieblinge in der Natur fressen würden.

Giftige Rückstände in synthetischen Vitaminen?

Bei der Herstellung synthetischer Vitamine werden, wie oben gesagt, chemische Lösungsmittel eingesetzt. Einige davon sind giftig und können schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Doch bleiben davon tatsächlich Rückstände im fertigen Zusatzstoff zurück?

Eine Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2021 zeigt, dass das durchaus vorkommt.

Bei allen fünf untersuchten Produktionschargen von synthetischem Vitamin E wurden folgende Lösungsmittelrückstände nachgewiesen:

  • Methanol: 9 bis 44 mg pro Kilogramm Zusatzstoff
  • Ethylacetat: 1 bis 9 mg pro Kilogramm Zusatzstoff

Methanol ist giftig und kann bei entsprechender Aufnahme schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Die EFSA bewertete die gefundenen Mengen trotzdem als unbedenklich. Aber auch Ethylacetat ist nicht völlig harmlos.

Aber nur weil ein Stoff unter einem festgelegten Grenzwert liegt, ist er doch nicht plötzlich verschwunden.

Und was ist mit den langfristigen Auswirkungen?

In den EFSA-Leitlinien sind für bestimmte Verträglichkeitsstudien bei Hunden und Katzen lediglich 28 Tage als Mindestdauer vorgesehen. Ein Witz?! Eine 28-tägige Untersuchung kann nicht zeigen, welche Auswirkungen eine tägliche Aufnahme über viele Jahre haben könnte.

Für mich ist das ein weiterer Grund, synthetische Vitaminzusätze kritisch zu sehen.

EFSA (2021): Synthetisches Vitamin E – Lösungsmittelrückstände

EFSA (2017): Sicherheitsbewertung von Futtermittelzusatzstoffen

Natürlich im Lebensmittel enthalten oder einzeln zugesetzt: Ist es wirklich dasselbe?

Natürlich enthaltene Vitamine stecken in einem Lebensmittel nicht vollkommen allein. In Fleisch und Organen kommen sie gemeinsam mit Eiweiß, Fett, Mineralstoffen, Enzymen und vielen weiteren natürlichen Begleitstoffen vor. Manche Stoffe arbeiten zusammen, andere wirken als Gegenspieler und halten sich gegenseitig im Gleichgewicht.

Diesen gesamten Zusammenhang nennt man natürlichen Nährstoffverbund. Er beeinflusst, wie ein Vitamin freigesetzt, aufgenommen, transportiert und verwertet wird. Dadurch kann der Körper die Nährstoffversorgung dem tatsächlichen Bedarf anpassen und Überschüsse regulieren oder wieder ausscheiden.

Bei synthetischen Vitaminen sieht das anders aus. Sie liegen isoliert, hoch konzentriert und standardisiert vor. Der ursprüngliche Nährstoffverbund fehlt. Dadurch können sie teilweise natürliche Kontrollen bei der Aufnahme umgehen und bei dauerhafter Zufuhr Ungleichgewichte im Nährstoffhaushalt fördern.

Fest verwobenes Gewebe als natürlicher Nährstoffverbund neben einem einzelnen abgetrennten Faden als isolierter Vitaminzusatz.
Natürlicher Nährstoffverbund vs. Isolierter Zusatz.

Wenn synthetische Vitamine und Mineralstoffe zum Gesundheitsrisiko werden

Besonders bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K spielt die Speicherung eine Rolle. Sie verschwinden bei einer hohen Zufuhr nicht einfach wieder aus dem Körper. Vitamin A wird unter anderem in der Leber gespeichert, Vitamin D kann längere Zeit im Körper verbleiben.

Auch Mineralstoffe können sich anreichern. Kupfer ist beispielsweise lebensnotwendig, kann sich beim Hund aber in der Leber ansammeln. Bei entsprechend hoher Belastung können Leberzellen geschädigt werden. Manche Hunderassen sind dafür besonders anfällig.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn hoch konzentrierte Einzelstoffe falsch dosiert werden oder zu mehreren bereits vorhandenen Quellen hinzukommen.

In der Tiermedizin zählen auch Reaktionen auf Futterzusatzstoffe zu den unerwünschten Futterreaktionen. Bei empfindlichen Tieren können sie sich durch Juckreiz, Haut- und Fellprobleme, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Durchfall oder Ohrenprobleme bemerkbar machen.

Bei solchen Beschwerden wird meistens zuerst die Fleischsorte verdächtigt. Dabei besteht ein Futter nicht nur aus Fleisch. Auch die lange Liste unter „ernährungsphysiologische Zusatzstoffe“ wird schließlich jeden Tag mit gefüttert.

Gerade bei Beschwerden, die immer wiederkommen und für die sich keine eindeutige Ursache finden lässt, können synthetische Vitamine, Mineralstoffe und andere isolierte Zusätze selbst der Auslöser sein. Dann reicht es nicht, nur von Huhn zu Rind oder von Rind zu Lamm zu wechseln und dieselbe lange Zusatzstoffliste weiter zu füttern.

Unabhängig von bestehenden Beschwerden gehören synthetische Vitamine und Mineralstoffe für mich grundsätzlich nicht in ein hochwertiges Hundefutter oder Katzenfutter. Die benötigten Nährstoffe sollen aus einer sinnvoll zusammengestellten Rezeptur mit hochwertigem Muskelfleisch und geeigneten Organen stammen.

Eine lange Zusatzstoffliste ist schließlich kein Gesundheitsversprechen. Auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht genau danach aussieht.

Mehr darüber erfährst du in meinem Artikel: Die Auswirkungen von Tierfutter auf die Gesundheit

Juckreiz, Haut- und Fellprobleme, Verdauungsbeschwerden, Ohrenprobleme und Futtermittelunverträglichkeit als mögliche Reaktionen auf Zusatzstoffe im Tierfutter.
Es lohnt sich ein Blick auf die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe im Tierfutter.

Was Studien über isolierte Vitamine zeigen

Diese Untersuchungen zeigen sehr deutlich, was ein Dosierungsfehler mit hochkonzentrierten isolierten Vitaminverbindungen anrichten kann. Solche Mengen entstehen nicht mal eben durch eine vernünftige Portion Muskelfleisch und passend dosierte Organe.

Warum Hersteller synthetische Vitamine und Mineralstoffe trotzdem zusetzen

Ein ziemlich entscheidender Grund liegt bereits in der Deklaration: Mit zugesetzten Vitamin- und Mineralstoffverbindungen lässt sich ein Futter als Alleinfuttermittel deklarieren. Und genau diese Bezeichnung dürfte sich für viele Hersteller besser verkaufen als „Ergänzungsfuttermittel“.

Dieser Grund spielt auch mit rein. Bei der industriellen Herstellung von Hundefutter und Katzenfutter kommen je nach Futterart Verfahren wie starke Erhitzung, Druck, Trocknung und lange Lagerzeiten zum Einsatz. Diese Prozesse sind sehr effizient, haben aber einen klaren Nachteil: Natürlich enthaltene Vitamine können dabei teilweise zerstört oder in ihrer biologischen Wirksamkeit reduziert werden. Auch die Verfügbarkeit von Mineralstoffen kann sich durch die Verarbeitung verändern.

Für einen Hersteller sind isolierte Vitamin- und Mineralstoffverbindungen wesentlich leichter berechenbar. Eine festgelegte Menge wird in die Rezeptur gegeben und schon lässt sich ein gewünschter Wert ziemlich genau erreichen.

Und dann gibt es noch einen ziemlich praktischen Grund: Fehlt in einer Rezeptur ein bestimmter Nährstoff, muss nicht unbedingt die Auswahl der Fleischbestandteile oder Organe verändert und angepasst werden. Der fehlende Wert kann über eine standardisierte Vitamin- und Mineralstoffmischung ergänzt werden. Das heißt, es muss kein großer Wert auf eine sinnvolle Fleischzusammensetzung gelegt werden.

Das ist einfach, gut berechenbar und in der Herstellung meistens günstiger, als die gesamte Rezeptur mit entsprechend hochwertigen Zutaten aufzubauen.

Die bessere Lösung: Erhalten, was von Natur aus schon da ist

Ein schonend hergestelltes Naturfutter verfolgt einen anderen Ansatz. Die benötigten Nährstoffe sollen möglichst aus hochwertigen naturbelassenen Zutaten stammen. Denn sie bringen ihre Nährstoffe bereits in einer biologisch sinnvollen Form mit.

Auch die Verarbeitung spielt dabei eine wichtige Rolle. Verfahren wie Kaltpressung, niedrige Verarbeitungstemperaturen, schonende Kaltabfüllung oder Dampfgarung mit kurzen Erhitzungsphasen tragen dazu bei, die natürlich enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Begleitstoffe weitgehend zu erhalten.

Dadurch steht nicht die nachträgliche Korrektur mit einer Vitamin- und Mineralstoffmischung im Vordergrund, sondern der Erhalt dessen, was von Natur aus in den Zutaten steckt.

Das funktioniert natürlich nur mit einer durchdachten Rezeptur. Einfach Fleisch in eine Dose zu packen und „ohne künstliche Zusätze“ darauf zu schreiben, macht noch lange kein hochwertiges Futter daraus. Entscheidend ist, welche Fleischteile und Organe enthalten sind, in welchen Mengen sie verwendet und wie sie verarbeitet werden.

Zwei neutrale Futterdosen mit den Bezeichnungen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel sowie einem Fragezeichen dazwischen.
Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel?

Ergänzungsfuttermittel: Wirklich nicht bedarfsdeckend?

Manche Tierhalter sind nicht begeistert, wenn auf einem Futter „Ergänzungsfuttermittel“ steht. Es klingt danach, als würde etwas fehlen und man darf es nur als Ergänzung füttern. „Alleinfuttermittel“ hört sich dagegen vollständig, sicher und bedarfsdeckend an.

Wie wir weiter oben schon gesehen haben, lassen sich die vorgegebenen Nährstoffwerte mit genau dosierten Vitamin- und Mineralstoffmischungen ziemlich einfach sicherstellen. Bei natürlichen Zutaten schwanken die Nährstoffgehalte dagegen minimal. Eine Leber enthält nicht jedes Mal exakt dieselbe Menge Vitamin A und auch Muskelfleisch und andere Organe kommen nicht mit genormten Laborwerten daher.

Dass es dabei nicht nur um eine theoretische Möglichkeit geht, zeigen mehrere Futterhersteller, die öffentlich über genau diese Problematik sprechen. Sie beschreiben unabhängig voneinander dieselbe Konsequenz: Wollen sie ihre Futtermittel ohne zugesetzte synthetische Vitamine und Mineralstoffe herstellen, können sie diese nicht als Alleinfuttermittel deklarieren beziehungsweise müssen sie als Ergänzungsfuttermittel kennzeichnen. Auch regelmäßige Laboranalysen ändern an dieser Deklaration nichts.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass dem Futter wichtige Nährstoffe fehlen oder dass es den Hund beziehungsweise die Katze nicht ausreichend versorgen kann. Es bedeutet zunächst einmal, dass die minimalen natürlichen Schwankungen nicht durch genau berechnete isolierte Zusätze ausgeglichen wurden.

Umgekehrt sagt die Bezeichnung „Alleinfuttermittel“ noch lange nichts darüber aus, wie hochwertig die eigentliche Rezeptur ist. Eine Vitamin- und Mineralstoffmischung kann die geforderten Werte erfüllen, ohne dass dadurch hochwertiges Muskelfleisch oder sinnvoll ausgewählte Organe im Futter landen.

Deshalb ist ein „Alleinfuttermittel“ für mich kein Qualitätsversprechen. Sondern eher der Hinweis, dass Chemie im Futter ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Homöostase. Sie sorgt dafür, dass der Körper natürliche Nährstoffschwankungen ausgleichen kann. „Homöostase bei Hund und Katze: Warum natürliche Schwankungen im Futter kein Mangel sind“

Wie erkennt man synthetische Vitamine und Mineralstoffe auf der Verpackung?

Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe findest du meistens unter der Bezeichnung „ernährungsphysiologische Zusatzstoffe“.

Dort können beispielsweise stehen:

  • Vitamin A oder Retinylacetat
  • Vitamin D3 oder Cholecalciferol
  • Vitamin E oder Alpha-Tocopherylacetat
  • Vitamin-B-Verbindungen
  • Zink-, Kupfer-, Mangan- und Selenverbindungen

Diese Angaben beziehen sich auf Stoffe, die zusätzlich in das Futter gegeben wurden. Natürlich in Fleisch und Organen vorhandene Vitamine stehen dort nicht noch einmal einzeln als Zusatzstoff.

Auch Aussagen wie „natürlich“, „ohne Konservierungsstoffe“ oder „ohne künstliche Aromen“ sagen nichts darüber aus, ob ernährungsphysiologische Zusatzstoffe enthalten sind. Deshalb lohnt sich immer der Blick auf die komplette Deklaration.

Checkliste für Futter ohne synthetische Zusätze

Bei einem guten Katzen- oder Hundefutter achte ich auf:

Wichtig: Bei Katzen akzeptiere ich zugesetztes Taurin als einzige Ausnahme.

Fazit:

Synthetische Vitamine und Mineralstoffe? Für mich haben sie in einem hochwertigen Katzenfutter und Hundefutter nichts verloren. Auch dann nicht, wenn sie im Labor ursprünglich aus einer natürlichen Quelle gewonnen wurden. Und auch nicht dann, wenn ein Futter dadurch als Alleinfuttermittel deklariert ist.

Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel sagt nichts darüber aus, ob es für deinen Liebling vollwertig, hochwertig oder gesund ist. Nur die Zusammensetzung der ganzen Zutaten kann das. Und vielleicht siehst du die lange Vitaminliste nach diesen Informationen auch mit ganz anderen Augen.

Wenn du mehr über dein Futter wissen möchtest, melde dich gerne. Ich analysiere dir kostenlos dein aktuelles Futter.

Häufige Fragen:

Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen?

Natürlich enthaltene Vitamine stecken gemeinsam mit Eiweiß, Fett, Mineralstoffen, Enzymen und weiteren Begleitstoffen in Fleisch und Organen. Synthetische Vitamine werden dagegen chemisch hergestellt oder aus einer natürlichen Quelle herausgelöst, gereinigt und konzentriert. Im Futter liegen sie anschließend als isolierte Einzelstoffe ohne ihren ursprünglichen Nährstoffverbund vor.

Welche Risiken haben synthetische Vitamine und Mineralstoffe?

Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K können im Körper gespeichert werden. Auch Mineralstoffe wie Kupfer können sich anreichern. Besonders problematisch wird es, wenn hochkonzentrierte Einzelstoffe falsch dosiert werden, dauerhaft zugeführt werden oder zu weiteren bereits vorhandenen Quellen hinzukommen.

Ist ein Alleinfuttermittel besser als ein Ergänzungsfuttermittel?

Nein. Eine Vitamin- und Mineralstoffmischung kann dafür sorgen, dass ein Futter die vorgeschriebenen Werte erreicht und als Alleinfuttermittel deklariert werden kann. Das macht die verwendeten Zutaten und die Fleisch- und Organzusammensetzung aber nicht automatisch hochwertig. Die Bezeichnung auf der Dose allein sagt deshalb noch nichts über die tatsächliche Qualität des Futters aus.

Wie erkenne ich zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe auf der Verpackung?

Du findest sie meistens unter „ernährungsphysiologische Zusatzstoffe“. Dort stehen beispielsweise Vitamin A, Vitamin D3, Vitamin E oder verschiedene Zink-, Kupfer-, Mangan- und Selenverbindungen. Natürlich in Fleisch und Organen enthaltene Nährstoffe werden dort nicht noch einmal einzeln aufgeführt.

Warum ist zugesetztes Taurin bei Katzen meine Ausnahme?

Katzen sind auf eine ausreichende Taurinversorgung angewiesen und ein Mangel kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Deshalb akzeptiere ich Taurin als gezielten Zusatz im Katzenfutter.

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